Bewertungsstatistiken zum Spiel "12 Königreiche"


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Brakus71
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Kommentar:
Ein kooperatives Abenteuerspiel für 1-6 Spieler ab 11 Jahren.

In wunderschönen, bunten Königreichen werden sich die Spieler als Legenden- oder Märchenfiguren den bösen, dunklen Lords stellen und versuchen sie zu vertreiben.
Gelingt dies winken Ruhm und Reichtum, ansonsten werden die friedvollen Landen von bösen Schergen überrannt.


Spielablauf:
Je nach vorhandener Edition folgt zuerst eine aufwendige Vorbereitung des reichlich vorhandenen Spielmaterials. Da werden Königreichs- und Stadtkarten sortiert und gemischt, Eindringlings-, Schatz und Artefakt-Tokens (Marker) als Vorräte bereit- und Münzen sowie Würfel nahe abgelegt.
Die Spieler entscheiden sich für die einzusetzenden Königreiche und platzieren die zugehörigen Tableaus. Hinzu kommt die Wahl der Bösewichte (nebst Miniatur, wenn vorhanden) und der zu spielenden Helden, nebst Material (und Miniatur, wenn vorhanden).
Schliesslich wird noch ein Startspieler für die Zugrunden bestimmt.

Jede Runde beginnt mit der "Invasions"-Phase.
Hier ziehen die dunklen Lords (außer bei Spielstart) immer ein Feld auf ihrer Invasionsleiste (1-20) vor und kommen ins Spiel, sobald sie Feld 16 erreichen. Ferner werden die Fähigkeiten eventuell vorhandener Eindringlinge pro Königreich abgehandelt. Schliesslich werden pro Königreich zwei Königreichkarten +1 gezogen und abgehandelt.
Hier kommen neue Eindringlinge, Artefakte und Schätze auf die Spielpläne. Dazu steht auf den Karten genau, wie dies von statten geht oder ob besondere Fähigkeiten (löst das Erscheinen z.B. aus, dass noch andere Eindringlinge hinzukommen, u.ä.), etc. zu beachten sind. In der Regel wird der Gebietswürfel geworfen, um festzustellen, wo im Königreich der entsprechende Marker platziert wird.

Die zweite Phase, ist die "Aktions"phase.
Hier können die Spieler nun aktiv werden, indem sie sich bewegen (gemäß ihrer Fähigkeit entsprechend oft; es wird jedesmal ein "Schnelligkeits"marker pro Bewegung in ein angrenzendes Gebiet verlangt), Eindringlinge angreifen (die Eindringlingsmarker geben vor, was der Held leisten muss) und/oder Schätze (bringen Gold ein) bzw. Artefakte (ein Spieler benötigt 3 Artefakte um einen dunklen Lord attackieren zu können) finden und bergen.
Jede Aktion bedingt das Nutzen eines der Talente des Helden, in Form eines Markers, der nun zur Seite geschoben wird, um anzuzeigen, dass er benutzt wurde.

Befinden sie sich auf einem Stadtfeld, können sie die Stadt besuchen und dort pro Aktion 2 Stadtkarten ziehen und davon eine für 2 Gold kaufen - dabei handelt es sich meistens um hilfreiche Gegenstände.
Ausserdem kann man nur in einer Stadt (oder mit Hilfe ganz bestimmter magischer Gegenstände) per "Reisen"-Option in ein anderes Königreich wechseln.

Die Aktionsphase des aktiven Spielers endet, sobald er alle möglichen/vorhandenen Talente genutzt hat und diese somit erschöpft sind oder er nichts mehr tun will.
Es folgt der nächste Spieler mit seinen Aktionen.

Die dritte Phase dient der "Erholung".
Alle genutzten Talente werden zurück auf ihre vorgegebenen Plätze der Heldentableaus gelegt, sind voll regeniert und können wieder in der nächsten Aktionsphase eingesetzt werden.

Dies umschreibt das Spiel in seinen Basiszügen. Hinzu kommen reichlich erweiterte Regeln, u.a. durch die vielen Zusätze, wie z.B. die dunklen Festungen und andere Varianten.

Das Spiel endet, sobald einer der dunklen Lords in "seinem" Königreich das letzte Invasionsfeld erreicht hat oder wenn alle dunklen Lords und Eindringlinge vernichtet wurden.


Fazit:

Hier liegt ein optisch oppulent schönes Spiel vor, dessen Grafiken und Farbwahl das Fantasy-Setting wunderbar zu den Spielern transportiert.
Der simple Spielablauf (sobald einmal verinnerlicht; inkl. Anleitungen und FAQs in Reichweite^^) bringt dann auch genug Kurzweiligkeit auf, um dem Spiel über die mindestens 16 Runden hinweg zu folgen. Es gibt eigentlich immer etwas zu tun und zu entdecken, auch wenn sich sich vieles wiederholt. Soweit das Oberflächliche.

Mit allen Zusätzen und Erweiterungen und wenn alle nachträglichen Korrekturen und Ergänzungen bedacht worden sind, entfaltet sich fast ein episches Spielgefühl.
Allerdings nur in gewissem Rahmen und bei unbedarften (Mit-)Spielern. Denn wer das Spiel von seiner quasi Entstehungsphase an kennt und begleitet hat (s. Crowdfunding), wird mit unterschiedlich starken Frustnarben gekennzeichnet sein, da das Spiel noch lange nach offiziellem Erscheinen verarztet werden musste.

Der Verlag gab sich unbestritten sichtlich Mühe es allen nachträglich Recht zu machen, aber der erste Eindruck zählt meist und der war durch die vielen Fehler und Fehlerchen eher durchwachsen (Fehldrucke, fehlendes Material, ungenügend verarbeitetes Material (Figuren), uvm.).
Setzt man dies zum (geförderten) Kaufpreis in Relation bleibt ein bitterer Nachgeschmack.

Das Spiel selbst ist dann kein schlechtes, trotz der epischen Anmutungen aber auch kein überragendes geworden! Wenn man in einer 3er-Runde z.B. einmal alles durchgeackert hat, bleibt danach kein Gefühl der "das muss ich unbedingt nochmal spielen"-Motivation, sondern eher eine gewisse Erleichterung: "puh, geschaft" - nicht zuletzt auch durch die "windige" Anleitung(en).

Es bleibt abzuwarten, was die geplanten Erweiterungen (weitere Königreiche) noch bringen und/oder ändern werden und vllt. so das Spielerlebnis nochmal aufwerten können.
So bleibt ein nettes Fantasy-Spiel übrig, mit allerdings schönen Hinguck-Effekten!


[Wir danken Mage Company für das Testexemplar!]

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Michael
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Esit
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pgdNorz
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