Rezension von Captain Black


(Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das uns freundlicherweise vom Ravensburger Spieleverlag bereitgestellt wurde.)

Rezension

Interview mit Captain Black, dem ruhelosen Geist eines Piraten (* EINE ETWAS ANDERE REZENSION *)

Spiele-Checker:
Ahoi, Captain Black! Vor uns steht euer riesiges Schiff und ihr habt uns als Matrosen angeheuert, um auf große Abenteuerfahrt zu gehen. Worum geht es bei dieser Reise?

Captain Black: (* SPIELZIEL *)
Aye, Ihr Landratten! Wir sind auf der Suche nach der geheimen Insel, auf welcher ich meinen legendären Schatz vergraben habe. Denn leider habe ich es nicht mehr geschafft rechtzeitig dorthin zu kommen und mein Geist findet keine Ruhe, bis er wieder mit dem Schatz vereint ist. Helft mir dorthin zu kommen. Unterwegs lauern allerdings viele Gefahren und um diese zu bewältigen müsst ihr alle an einem Strang ziehen. Und wir müssen die Insel unbedingt vor Einbruch der Dunkelheit erreichen!

Spiele-Checker: (* SPIELVORBEREITUNG *)
Na gut! Wir haben ja schon mal das riesige Piratenschiff flott gemacht und uns auf dem Deck verteilt. Im Laderaum haben wir einige Dinge verstaut, die uns vielleicht noch behilflich sein können. Zusammen mit Captain Black haben wir festgelegt, ob die Reise leicht, mittel oder schwer sein soll und ob wir eine kurze oder eine lange Reise machen wollen. Dann fragt er ab, wer alles mitfährt. Er benötigt mindestens zwei und maximal vier Matrosen. Wir müssen immer den Anweisungen des Captains folgen.

Captain Black: (* SPIELABLAUF *)
Ja, so ist es, das ganze Gesindel hört auf mein Kommando. Kaum sind wir losgesegelt, tauchen auch schon die ersten Probleme auf. Mehrere Seeungeheuer haben sich an unserem Schiff festgebissen. Schnell, lauft zu den entsprechenden Stellen und bekämpft die Seeungeheuer. Aber das eine da, das dürft ihr erst bekämpfen, wenn ihr die anderen erledigt habt. Da kommen auch noch Piraten und kapern unser Schiff. Ihr müsst euch nun entscheiden, was ihr zuerst macht. Oh nein, jetzt haben die Seeungeheuer ein Leck in unser Schiff geschlagen. Wir brauchen mindestens zwei Matrosen um dieses zu flicken. Gut gemacht, alle Seeungeheuer sind weg. Aber dafür läuft Wasser in die Ladeluke und die Ratten kommen nach oben. Sie nagen an unserem Schiff und es werden immer mehr. Achtung, ein Sturm zieht auf - holt schnell die Segel ein, sonst bekommen wir noch mehr Lecks. Oh je, schon ist es passiert!

Spiele-Checker:
Puh, da ist ja ganz schön viel zu tun und jeder muss seine Arbeit so gut es geht erledigen, ohne dabei große Umwege zu machen. Außerdem müssen wir uns genau abstimmen, wer wohin geht. Zum Glück konnten wir alle Ratten beseitigen und die Lecks wieder flicken. Manchmal musste einer von uns schnell unter Deck, um irgendein Hilfsmittel zu suchen. Das war nicht so einfach, auch weil er wenig Zeit dazu hatte. Und die Piraten mussten in einem Schlagabtausch bekämpft werden. Letztendlich konnten wir die Insel sehen und ihr immer näher kommen. Im letzten Moment haben wir sie erreicht und noch vor Einbruch der Dunkelheit die letzten Aufgaben bewältigt.

Captain Black: (* SPIELENDE *)
Ja, da habt ihr Weichmatrosen wirklich gute Arbeit geleistet. Aber das war nur eine einfache und kurze Probefahrt. Jeder hat sich unterwegs ein paar Goldmünzen verdient. Wer die meisten hat, darf neuer Captain meines Schiffes werden. Aber das nächste Mal wird es schwieriger und wir sind länger unterwegs. Da kommen noch weitere Gefahren auf euch zu, seit also auf der Hut.

So und jetzt machst du erst mal fünf Liegestütze und beeil' dich gefälligst dabei!

Spiele-Checker:
Wie bitte?

Captain Black:
Ach nur so, ich muss halt aufpassen, dass meine Matrosen immer fit bleiben.

Spiele-Checker: (* GESAMTEINDRUCK *)
Als ich zum ersten Mal dein Schiff gesehen habe, war ich echt beeindruckt. Zwar braucht man für den Auf- und Abbau etwas Geschick, aber mit ein wenig Übung geht es recht flott. Nach dem Aufbau nimmt das Schiff viel Platz ein, ist aber sehr übersichtlich und trägt toll zur Atmosphäre bei. Durch die vielen Plättchen kann man gut erkennen, wo welche Gefahren sind. Insbesondere die Seeungeheuer verbreiten einen schönen Schrecken, wie sie so am Schiff hängen.

Wir, die Matrosen, sind dagegen etwas einfarbig und langweilig dargestellt. Aber du, Captain Black, siehst schön finster aus und bist sehr groß. Auch deine raue Stimme gefällt mir und sie ist gut zu verstehen. Ein klein wenig stören manchmal deine Wiederholungen, die man aber ja mit etwas Spielerfahrung abbrechen kann.

Captain Black:
Und wenn Neulinge oder Kinder mitsegeln, muss ich mich auch ab und zu wiederholen, da manchmal schon alle durcheinanderreden, obwohl ich ja noch spreche - ungeheuerlich!

Spiele-Checker:
Übrigens, die erste Reise, auf die du uns geschickt hast, war ja nur Kinderkram. Wenn wir wieder lossegeln, dann bitte nur die lange Reise und schön schwierig. Alles andere ist ja keine wirkliche Herausforderung. Aber dann ist es durchaus spannend den Gefahren hinterher zu laufen und gemeinsam zu überlegen, wer sich um was kümmert. Immer wieder gibt es Freude oder Neid, wenn jemand wieder mehr Gold als Belohnung bekommt als andere. Aber das ist ja eh nur Nebensache.

Vor allem dir jüngeren Matrosen haben viel Spaß an den Abenteuerfahrten, die älteren sind anfangs auch fasziniert, aber verlieren schon bald die Lust, da die verschiedenen Fahrten ihnen zu wenig Abwechslung bieten. Das ist insgesamt zwar gut, aber mal ehrlich, dein Schöpfer (Rainer Knizia) kann es besser. Frag doch mal die Tiere von "Wer war's?".

Captain Black:
Aye, das werde ich vielleicht machen. Aber ihr müsst zuerst mal das Feuer dort drüben löschen - beeilt euch!

Spiele-Checker: (* FAZIT *)
Abschließend kann man sagen, dass du wirklich ein sehr beeindruckendes und übersichtliches Schiff hast, Captain Black, und eine klare, befehlsgewohnte Stimme. Die einfachen und kurzen Fahrten sind eher etwas langweilig. Die schwierigste und längste Fahrt bringt da mehr Herausforderung, ist spannender und trotzdem noch gut zu meistern. Die Kinder lieben dich, die Erwachsenen sind irgendwann von dir genervt. Selbiges gilt für die Minispiele, die es manchmal zu bewältigen gilt und keine wirkliche Auswirkung auf den Verlauf der Reise haben.



23. Februar 2016 - (Michael Schmitt)

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