Rezension von Auf die Schätze, fertig, los!


(Diese Rezension basiert auf einem Rezensionsexemplar, das uns freundlicherweise von HABA bereitgestellt wurde.)

Rezension

Ersteindruck
Spiele von HABA haben fast immer sehr schönes und kindgerechtes Spielmaterial. Auch "Auf die Schätze fertig los" ist hier keine Ausnahme. Der Spielplan ist liebevoll gemalt, das Spielmaterial aus Holz (Klötze, Tiere) sind groß und auch für kleine Kinder gut greifbar. Auch die Karte sind sehr groß ausgefallen - lediglich die Schatzmarker wirken recht klein, was aber auch eine gute Greifübung darstellt. Insgesamt wieder einmal sehr schönes Spielmaterial.

Die Anleitung ist etwas textlastig, was bei der geringen Menge an Regeln aber in Ordnung geht. Es gibt auch eine Spielvariante für jüngere Kinder und wie so oft, kann man die Regeln beliebig an das tatsächliche Alter der Kinder anpassen.

Thema & Ziel des Spiels
Säbelzahns Schatz - das ist es was alle Spieler finden wollen. Doch Säbelzahn war ein gerissener Kerl und hat viele Aufgaben hinterlassen, die die Spieler unter Zeitdruck lösen müssen. Als Belohnung dafür bekommen die Spieler Goldmünzen. Wer die meisten Goldmünzen sammeln konnte, gewinnt das Spiel.

Spiel-Vorbereitungen
Der Spielplan kommt in die Tischmitte. Auf jede der vier Ecken wird eines der Holztiere gestellt. Die runden Schatzplättchen verdecken verdeckt neben den Spielplan gelegt, so dass alle Plättchen sichtbar sind. Die Holzwürfel, der Spielwürfel und die Sanduhr sind ebenfalls für alle Spieler griffbereit. Der Stapel Aufgabenkarten wird gemischt und verdeckt bereit gelegt.

Spielablauf
ZDas Spiel geht reihum. Ist ein Spieler an der Reihe, wird die Sanduhr umgedreht und der Spieler deckt (für alle sichtbar) die oberste Karte des Aufgabenstapels auf. Nun versucht der Spieler die Aufgabe zu lösen. Hat er dies geschafft, kann er sich jeweils entscheiden, ob er eine weitere Aufgabekarte aufdecken will. Will der Spieler keine weitere Karte aufdecken und ist die Sanduhr noch nicht abgelaufen, erhält er alle gelösten Schatzaufgaben als Belohnung. Schafft ein Spieler die aktuelle Aufgabe nicht im Zeitlimit, bekommt er in dieser Runde keine Schatzkarten.

Nun ist der nächste Spieler an der Reihe. Das Spiel endet, sobald alle Spieler dreimal Schatzsucher waren. Es gewinnt der Spieler mit den meisten gesammelten Goldmünzen.

Folgende Aufgabe erwarten die Spieler:
  • Glücksmünze: Der Spieler muss keine Aufgabe lösen und erhält sofort die Karte.
  • Tiere schnappen: Alle(!) Spieler versuchen so schnell wir möglich das abgebildete Tier von einem der 4 Ecken zu schnappen. Wem dies gelingt, der gewinnt die Karte.
  • Würfeln: Der Spieler versucht mit dem Würfel das abgebildete Symbol zu würfeln. Bei Erfolg bekommt er die Karte.
  • Schatz-Memo: Der Spieler versucht möglichst schnell 2 gleiche Schatzmarker aufzudecken.
  • Tierpantomime: Der Spieler muss pantomimisch eins von 3 abgebildeten Tieren nachmachen.
  • Türme bauen: Der Spieler muss einen vorgegebenen Turm aus den 6 bunten Klötzen bauen.
  • Tiere versetzen: Die 4 auf den Ecken positionierten Tiere müssen auf eine neue Position gesetzt werden.


Fazit
Am Spielmaterial lässt sich mal wieder (fast) gar nichts aussetzen. Alles ist "Kinderhand-geeignet", die Bauklötze sind groß, die Karten ebenso und die Illustrationen sind gelungen. Lediglich die Sanduhr machte bei unseren Spielen einige Probleme, da sie des öfteren mittendrin einfach stehen blieb (verklebter Sand?). Ich habe den Kundenservice von HABA nicht in Anspruch genommen, bin aber sicher, dass ich eine Ersatz-Sanduhr erhalten hätte. Lediglich die Tatsache, dass die kleineren Spielmaterialien etwas chaotisch in der Verpackung umher fliegen, ist etwas unglücklich gelöst.

Das Spielprinzip Schatzsuche ist motivierend umgesetzt und die einzelnen "Mini-Spiele" fördern und fordern die verschiedensten Fähigkeiten. Das schöne an diesem Spiel ist, dass man es problemlos an die Fähigkeiten der Kinder anpassen kann, denn teilweise (vor allem für die untere Altersgruppe ab 5 Jahre) kann die Menge an Spielen noch etwas überfordern. Meist hat bei uns ein Erwachsener "mitgespielt" und bei Bedarf die Aufgabenstellung erklärt - dies machte es notwendig die Sanduhr etwas angepasst (nicht so streng) zu verwenden. Wer nur bestimmte Aufgabenbereiche verwenden will, kann auch dies problemlos machen - wie gesagt, "Auf die Schätze, fertig, los!" lässt sich problemlos anpassen. Dadurch, dass man das Spiel beliebig schwierig machen kann, hatten auch ältere Kinder noch Spaß an diesem Wettstreit.

Der Preis von aktuell knapp unter 30 Euro geht für das Gebotene in Ordnung. Auch wenn die einzelnen Spiele für sich genommen recht simpel und einfach gestrickt sind - die Mischung auf zeitkritischem Aufgabenlösen und dem Einsetzen der verschiedensten Fähigkeiten ist durchaus gelungen und hinterließ bei allen Testspielern einen positiven Eindruck.



01. März 2009 - (tp)

Rezensionsbilder