Bewertungsstatistiken zum Spiel "Viticulture"


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Brakus71
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Kommentar vom 30.08.2015:
Workerplacementspiel für 2-6 Spieler ab 13 Jahren von Jamey Stegmaier und Alan Stone.

Die Spieler unterhalten ein Weingut, produzieren Weine, geben Führungen und Verköstigungen und erfüllen Aufträge. Das Ziel der erfolgreichste Winzer zu werden, erreicht aber nur, wer all die Möglichkeiten und Pflichten taktisch klug einsetzt und gewissenhaft erfüllt.


Spielvorbereitung:
Das Spielbrett wird in die Tischmitte gelegt, so dass es alle Spieler gut erreichen können - dabei wird noch entschieden, ob die Seite mit oder ohne den aufgedruckten Hilfstexten gewählt wird.
Die Spielkarten werden nach Sorten getrennt gemischt und auf die entsprechenden Ablagefelder des Spielbretts als verdeckte Nachziehstapel abgelegt. Die Lira-Münzen und Weintrauben-Marker werden als Vorrat zur Seite gelegt.
Die Spieler erhalten in ihrer Wunschfarbe alle Spielfiguren, eine Weinkarte "Pinot" (die restlichen Pinot-Karten werden aus dem Spiel genommen) sowie eine zufällige Sommerkarte (gelbe Besucherkarte), 3 Lira (Goldmünzen), stellen ihre Hahnfigur zur Leiste der Spielerreihenfolge, die Weinflaschenfigur auf das Feld für die jährlichen Auszahlungen und die Korkenfigur auf Feld 0 der Siegpunktleiste. Sie erhalten ferner eine Spielertafel und können zum Spielstart hin von ihren Figuren 2 Arbeiter und den Großarbeiter nutzen, der Rest wird im Spiel nach und nach angeschafft/gekauft und zunächst beiseite gelegt.
Auf ihrer Spielertafel sind zu Beginn die 3 Felder, die (Kelter-)Bottiche und der kleine Keller zur Nutzung freigeschaltet.

Um den Startspieler zu bestimmen, werden die Hahn-Spielfiguren von einem Spieler genommen und in den geschlossenen Händen gut durchgeschüttelt und eine Figur zufällig herausgelassen - der zugehörige Spieler wird Startspieler und erhält den Weintraubenmarker (Startspielermarker).


Spielziel:
Als Erster mindestens 20 Siegpunkte zu erreichen!


Spielablauf:
Das Spiel verläuft über mehrere Runden und jede Runde ist saisonal unterteilt in Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Jede Saison bietet dabei unterschiedliche Aktionsmöglichkeiten und diese 4 Phasen müssen immer in gleicher Reihenfolge ausgeführt werden.

Hinweise:
Bei allen (Sommer- und Winter-)Aktionen, bei denen ein Arbeiter eingesetzt wird, gilt es die Spielerzahl zu beachten, denn nur bei 4-6 Spielern können alle drei Felder der Aktionsbereiche genutzt werden, ansonsten nur die beiden linken Einsetzfelder. Dabei muss ein dort eingebrachter Arbeiter immer auf das erste freie Feld von links gesetzt werden!
Das mittlere Feld bringt so dem zweiten dort eingesetzten Arbeiter einen Bonus, z.B. eine Vergünstigung beim Gebäudekauf oder extra Geld oder eine zusätzliche Karte, u.a. - ein weiterer Grund genau zu planen und zu beobachten, wann man eigene Arbeiter wo einsetzen kann^^.

Der Großarbeiter wird wie ein normaler Arbeiter eingesetzt, nur, dass er auch auf Feldern eingesetzt werden kann, die eigentlich schon besetzt sind! Allerdings erhalten sie dabei keinen Bonus, wenn es das 2. Feld wäre.

Besucherkarten können nur ausgespielt werden, wenn der ausführende Spieler in der Lage ist, alle dort angegebenen Effekte und/oder Bedingungen auch zu erfüllen (Bsp.: "gib allen Mitspielern 2 Lira, um einen bestimmten Bonus zu erhalten" und der Spieler hat nicht genug Geld für alle, darf er die Karte nicht ausspielen)!

1) Frühling
Die Frühjahrsmüdigkeit wird hier abgeworfen und beginnend beim Startspieler entscheiden die Spieler wann sie "aufstehen" wollen und platzieren entsprechend ihren "Hahn" auf der dazugehörigen Leiste am linken Spielbrettrand. Als Erster "aufzustehen" und auf dem Hof zu arbeiten, bringt durchaus Vorteile, kann man doch so von allen Aktionen wählen, ohne das ein Mitspieler ein Aktionsfeld blockiert. Andererseits bietet die spätere Platzierung auf der Leiste bestimmte (dort jeweils aufgedruckte) Boni, wie z.B. extra Geld oder das zusätzliche Ziehen von Besucherkarten, u.a.
Es gilt also von Anfang zu überlegen bzw. vorauszuschauen, was man zu tun gedenkt und was die Mitspieler wohl vorhaben könnten.

2) Sommer
Die warmen Sonnenstrahlen verleiten zum aktiven Arbeiten und so können die Spieler hier nun, beginnend beim Startspieler und dann abwechselnd, jeder einen ihrer Arbeiter auf einem der (gelben) Sommer-Aktionsfelder einsetzen und den zugehörigen Effekt sofort nutzen, bis die Spieler all ihre Arbeiter eingesetzt oder gepasst haben.

- (gelbe) Besucherkarte ausspielen; ein Arbeiter, der hier platziert wird, erlaubt dem Spieler eine Besucherkarte auszuspielen und deren Effekt direkt auszuführen, anschliessend wird die Karte abgelegt.
[Bonus beim 2. Feld: eine weitere Besucherkarte ausspielen]

- Weinkarte ziehen; hier darf eine Weinkarte gezogen werden - es sollten immer genügend Weine zur Verfügung stehen, damit man flexibel anbauen und schneller Aufträge erfüllen kann.
[Bonus beim 2. Feld: eine weitere Weinkarte ziehen]

- Besucherführung; für die Tour über den Hof erhält der Spieler sofort 2 Lira.
[Bonus beim 2. Feld: 1 weitere Lira]

- Gebäude errichten; es darf ein Gebäude auf dem Spielertableau gebaut werden. Die Kosten stehen dazu bei der jeweiligen Gebäudeabbildung auf der Spielertafel. Die Gebäude bringen allerhand Vorteile und manche sind gar nötig, um mehr Wein anbauen und lagern zu können. Daher sollte gerade zu Spielbeginn auf ein gut gedecktes Konto geachtet werden^^.
[Bonus beim 2. Feld: die Kosten reduzieren sich um 1]

Gebäude:

- Rankgestell; manche Trauben möchten eben hängen und genau dafür ist dieses Gestell gedacht und erlaubt fortan auch Weine anzupflanzen, die dies voraussetzen.

- Windmühle; die Windmühle bringt dem Spieler 1 Siegpunkt ein, wenn er Weintrauben pflanzt - den Punkt gibt es aber nur 1x pro Jahr.

- Joch; dieses Gespann erlaubt dem Spieler einen Arbeiter auf seiner Spielertafel unterzubringen, anstatt auf dem Spielbrett. Dazu gibt es unter der zugehörigen Grafik auf der Spielertafel auch einen Stellplatz - die Aktion zählt ganz normal als solche, wie die anderen auch. Der Effekt ist im Sommer und im Winter nutzbar!
Im Sommer erlaubt es das "Ausreissen" einer Weinrebe - eine beliebige Weinkarte kann vom Feld zurück auf die Hand genommen werden.
Im Winter erlaubt es das "Abernten" eines Feldes, ganz gleich der regulären Aktion auf dem Spielbrett im Winter.

So hat der Spieler die Möglichkeit, zusätzliche Aktionen zu wählen, wenn z.B. im Winter schon die entsprechenden Aktionsfelder auf dem Spielbrett besetzt sind.

- Bewässerung; manche Weine können ohne diese extra Bewässerung nicht angebaut werden, daher lohnt die Errichtung im Laufe des Spiels schon allein, um an die wertigeren Reben zu gelangen.

- Verköstigungsraum; dient zum Probieren der Weine und bringt dem Spieler bei der Aktion "Besucherführung" 1 Siegpunkt zum regulären Verdienst ein, da die Besucher nun auch trinken und nicht nur gucken können^^.

- Landhaus; sobald das Landhaus gebaut wurde, darf der Spieler während der Herbstphase 2 statt 1 Besucherkarte nach Wahl ziehen.

- Kellerräume; um mehr und vor allem wertvolleren Wein lagern zu können, werden größere und bessere Kellerräume benötigt. Diese werden in zwei Stufen ausgebaut, zuerst mit dem mittleren und dann dem großen Kellerraum.

- Wein anpflanzen; es darf eine Weinkarte auf eines der drei Felder auf der Spielertafel abgelegt werden. Liegt schon eine Karte auf einem Feld, kann dort die neue Karte leicht versetzt mit aufgelegt werden, bis zu insgesamt 6 Weinkarten pro Feld.
Es gilt evtl. Vorgaben zu beachten, z.B. ob eine Bewässerung für die anzubauende Weinsorte nötig ist.
Die Weinkarten verbleiben auf den Feldern bis zum Ende des Spiels! Eine Weinrebe kann nur entfernt werden, wenn ein spezielle Aktion ("Ausreissen") zur Verfügung steht!
[Bonus beim 2. Feld: eine weitere Weinkarte "anpflanzen"]

- Trauben verkaufen; es kann hier eine beliebige Menge an Trauben(-markern) veräußert werden. Der Verdienst richtet sich dabei nach dem Wert der Trauben (1, 2, 3 = 1 Lira; 4, 5, 6 = 2 Lira; 7, 8, 9 = 3 Lira). Die Traubenmarker kommen dann zurück in den Vorrat.
[Bonus beim 2. Feld: 1 Siegpunkt]

3) Herbst
Im Herbst werden bereitwillige Besucher eingeladen auf dem Hof zu helfen. Die Spieler ziehen jeder, beginnend beim Startspieler, eine Sommer- oder Winter-Karte auf die Hand. Wer über das Landhaus verfügt, darf 2 Karten auf einmal ziehen.

4) Winter
Winterzeit, Erntezeit. Nun werden die Spieler die Früchte ihrer bisherigen Arbeit einbringen und nutzen dazu die blauen Aktionsfelder des Spielplans.

- Weinauftragskarte ziehen; hier kann eine der lila-farbenen Auftragskarten gezogen werden. Diese geben oben links die Anzahl und Sorte (in Form bestimmter Weinglas-Symbole) der Weine an, die geliefert werden muss (die passend lagernden Weinmarker in den Kellerräumen werden dazu abgegeben) und unten den Verdienst in Lira und Siegpunkten.

- Feld abernten; es wird ein Feld ausgewählt und dessen Trauben abgeerntet, dabei bleiben die Weinkarten liegen und nur die Summe der auf den Karten angegebenen roten und weißen Trauben wird zusammengezählt und per Traubenmarkern auf den Bottichen der Spielertafel festgehalten.
[Bonus beim 2. Feld: ein weiteres Feld abernten]

Bsp.: Feld 1 wird abgeerntet und dort liegen ein Trebiano (2 weiß), ein Sauvignon Blanc (3 weiß), ein Cabernet Sauvignon (3 rot) und ein Chardonnay (4 weiß) aus, daraus ergibt sich eine Summe von 9 weiß und 3 rot und entsprechend wird ein Traubenmarker auf Feld 9 des Bottiches für Weißweine und ein Traubenmarker auf Feld 3 des Bottiches für Rotweine gelegt.

Sollte das Zielfeld auf einem Kelter-Bottich belegt sein, wurden etwas minderwertigere Trauben geerntet und der Marker auf das nächst niedrigere freie Feld abgelegt.

- Zusatz-Verdienst; im Winter ist es zu kalt für eine Tour über den Hof, daher werden hier nun keine Besucher herumgeführt, sondern Arbeiter quasi freigestellt. Auf dem Karren ist genug Platz für eine beliebige Anzahl an Arbeiterfiguren und jeder hier abgestellte Arbeiter bringt sofort 1 Lira ein - praktisch, wenn man Arbeiter übrig hat.
[kein Bonus]

- Arbeiter trainieren; hier werden für 4 Lira neue Arbeiter angeworben, d.h. unbedarfte Helfer zum Weinbauern umgeschult^^. Ab der nächsten Runde steht dem Spieler eine weitere Arbeiterfigur zur Verfügung.
[Bonus beim 2. Feld: die Kosten werden um 1 reduziert]

- (blaue) Besucherkarte ausspielen; ein Arbeiter, der hier platziert wird, erlaubt dem Spieler eine Besucherkarte auszuspielen und deren Effekt direkt auszuführen, anschliessend wird die Karte abgelegt.
[Bonus beim 2. Feld: eine weitere Besucherkarte ausspielen]

- Wein herstellen; hier werden die gesammelten Trauben aus den Bottichen in Wein umgewandelt - also lecker zerstampft und gepresst und gekeltert und abgefüllt^^. Dazu wird ein Traubenmarker auf ein gleichwertiges Feld im Keller abgelegt.
[Bonus auf dem 2. Feld: einen weiteren Wein "herstellen"]

Bsp.: der Spieler möchte die roten Trauben, Wert 6, in einen Rotwein wandeln und legt dazu den Traubenmarker vom Bottichfeld auf Feld 6 für Rotwein im Keller (dabei wird eigentlich der Traubenmarker entfernt und ein Weinmarker in den Keller gelegt, aber es ist dasselbe Spielmaterial^^).

Höherwertige Weine können allerdings auch nur in entsprechend ausgebauten Kellerräumen gelagert werden! Bevor also ein Traubenkompott zu einem Wein gemengt wird, sollte auch der entsprechende Lagerplatz vorhanden (ausgebaut worden) sein^^!

Um Rosé- und Schaumweine herstellen zu können, müssen Trauben gemischt werden.
Für einen Rosé werden ein roter und ein weißer Traubenmarker, die zusammen mindestens einen Wert von 4 erreichen, abgegeben und 1 Weinmarker auf dem entsprechenden Rosé-Feld abgelegt.
Für einen Sekt werden zwei rote und ein weißer Traubenmarker, die zusammen mindestens einen Wert von 7 erreichen, abgegeben und 1 Weinmarker auf dem entsprechenden Sekt-Feld abgelegt.
Lagernde Weine können niemals kombiniert werden!

Sollte das anvisierte Weinfeld im Keller schon belegt sein, muss der neue Wein auf dem nächst-niedrigeren freien Feld abgelegt werden - dieser wurde dann etwas minderwertiger abgefüllt.

- Weinauftrag erfüllen; wenn die auf der entsprechenden Auftrags-Karte vorgegebenen Weine in den Kellerräumen des Spielers lagern, kann er diese abgeben (Marker in den Vorrat zurück) und erfüllt damit den Auftrag. Der auf der Karte angegebene Verdienst wird sofort ausgezahlt, d.h. Siegpunkte werden direkt vermerkt und der jährlich auszuschüttende Gewinn wird auf dem entsprechenden Feld rechts unten auf dem Spielplan markiert (Lira-Symbol mit den Zahlen 1-5 drumherum).

Am Ende des Jahres, wenn der letzte Spieler seine letzte Aktion im Winter ausgeführt oder gepasst hat, kommt es zur Abrechnung.
Alle Weintrauben und Weine altern um den Wert 1 und altern heißt hier sie verbessern sich im Wert :) - so werden auch zuvor evtl. minderwertigere Weine (wg. Platzmangel) wieder zu den gehofft Guten - solange die entsprechenden Kellerräume für die nun "besseren" Weine vorhanden sind!
Alle Arbeiter kehren zu ihren Besitzern zurück und Spieler, die eine jährliche Zahlung, aufgrund erfüllter Weinaufträge, zu erhalten haben, bekommen nun ihre verdienten Lira ausgezahlt (entsprechend der Position auf der die Weinflaschenfigur des Spielers steht). Die Handkarten werden auf 7 reduziert und der Startspielermarker wandert zum nächsten Spieler im Uhrzeigersinn und eine neue Runde beginnt.


Spielende:
Das Spiel geht in die Endphase, sobald ein Spieler mindestens das Feld "20" auf der Punkteleiste erreicht bzw. überquert. Die laufende Runde wird noch zu Ende gespielt (bis zum Jahresende) und dann gewinnt der Spieler, der das höchste Punktfeld erreicht hat.


Fazit:
"Viticulture" ist ein genial umgesetztes Workerplacement-Spiel und bringt dabei das Thema rund um den Wein nicht nur gestalterisch sehr gut zu den Spielern herüber!
Die Atmosphäre des toskanischen Umfeldes wird durch die Grafiken, welche nicht nur hübsch und detailliert sind, sondern in ihrer Gesamtheit einem Gemälde gleichkommen, wunderbar transportiert, so dass man sich wirklich einem Weingut und den Rebstöcken nahe fühlt.

Die Spielabläufe sind sehr gut ineinander verzahnt und die Idee die 4 Phasen als Jahreszeiten zu vermarkten ist wirklich gelungen, da die damit einhergehenden Möglichkeiten auch tatsächlich in etwa so in der Weingut-Realität vorkommen (können).
Dadurch, dass die Aktionen in den Runden abwechselnd von den Spielern durchgeführt werden, kommt auch nie wirklich Langatmigkeit auf und somit bleibt die Spielmotivation durchgehend erhalten - selbst bei lästigen Extremgrüblern fällt dies nicht so schwer ins Gewicht, da auch das Beobachten der Mitspielertätigkeiten durchaus vorteilhaft für die eigenen Vorhaben sein kann. Alle Aktionen wollen daher gut überlegt und vorausgeplant sein, da die Mitspieler i.d.R. gleiches im Schilde führen^^.
Man kann "Viticulture" daher gut als Vielspieler-Spiel einstufen, für die erfahreneren Zocker unter uns. Bei entsprechend guter Erklärbär-Einführung sollten aber auch Gelegenheitsspieler durchaus "hineinfinden" können - hierfür gibt es ja dann auch die mit Hilfstexten bedruckten Seiten des Spielplans und der Spielertafeln.

Das Studium der Regeln kann sich hie und da etwas schwierig gestalten, da leicht ein unübersichtlicher Eindruck entsteht, wenn die Anleitung nicht sehr genau gelesen wird. Viele Abläufe und das Spielverständnis an sich klären sich erst nach Beendigung des Heftes bzw. bei nochmaligen Nachlesen einiger Passagen.
Dabei ist das Regelheft nicht schlecht geschrieben, nur vllt. etwas ungewohnt strukturiert^^.

Das Material verdient eine Erwähnung mit einem eigenen Absatz^^, nicht nur sind die Grafiken (auf den Spielbrettern und Karten) sehr gelungen (s.o.), sondern auch die vielen einzelnen Spielfiguren. Sehr ungewöhnlich und bei anderen Spielen wünschenswert, dass alle Spieler für alle Möglichkeiten eigene Spielfiguren erhalten - der Produktionsaufwand hierfür muss entsprechend groß gewesen sein. Insgesamt ist dabei auch noch alles sehr wertig gelungen! Auch die "Glas"steine machen etwas her, da so immer noch die Werte auf den Feldern durch sie hindurch gelesen werden kann.

Die optische Vielfalt wird auch durch die vielen abwechslungsreichen Möglichkeiten gestützt, welche die Besucherkarten mit sich bringen. Bis diese alle, in den möglichen Varianten verschiedener Spielabläufe, wirklich durchgespielt und erlebt worden sind, vergehen viele Spielrunden.

So bleibt diesem ausgezeichnet konzipiertem Spiel nur eine Kaufempfehlung an alle auszusprechen, die das Thema reizvoll finden und sich spielerisch bereit sehen, viele Stunden mit dem Weingut auseinanderzusetzen, denn einmal gespielt und verinnerlicht, wird "Viticulture" immer wieder seinen Weg auf den Tisch zurückfinden :)!

weiterführende Hinweise:

- Fotos: http://www.heimspiele.info/HP/?p=12883

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Sir-Miguel
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Viticulture Essential Edition (2016) - Deutsch

Kommentar vom 10.06.2016:
Ein tolles Spiel !

marco
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Viticulture Essential Edition (2016) - Deutsch

Kommentar vom 31.07.2016:
Ein gut funktionierendes Workerplacementspiel!

mathona
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Viticulture Essential Edition (2016) - Deutsch

Kommentar vom 02.12.2016:
Klasse Spiel mit Suchtgefahr

bohnanza21
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Kommentar vom 28.05.2019:
Schön zu Sehen, wie das Weingut lebt.

Kilmister
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Viticulture Essential Edition (2016) - Deutsch

Kommentar vom 14.07.2020:
Tolles "modernes" Workerplacement in schöner Gestaltung.

Durch den Sommer-/Wintereinsetzmodus muss man immer wieder überlegen, wie viele seiner Worker man im Sommer schon einsetzen bzw. sich für den Winter aufsparen will. Dazu gibt es bei unterschiedlicher Spieleranzahl gegebenenfalls Boni, wenn man ein bestimmtes Einsatzfeld zuerst benutzt, was einen zusätzlichen taktischen Reiz auslöst. Und auch der große "Papa-Meeple" ist eine tolle Idee, mit dem man einmal in der Spielrunde ein bereits besetztes Feld ebenfalls nutzen kann.

Und so ist auch der Rundenbeginn interessant, wenn jeder (ähnlich wie bei "Die Alchemisten") seine Startposition wählt - wählt man dort eine für sich schlechtere Spielzugreihenfolge, erhält man jedoch einen besseren Bonus. Die Interaktion ("wann mache ich am besten was, damit mein Mitspieler es mir nicht wegnimmt...") ist sehr groß, auch wenn man sich nur wenig wirklich klauen/kaputt machen kann.

Das Spiel wirkt auch durch die verschiedenen Ebenen zunächst unübersichtlich - durch die sehr gute Struktur und Aufbau ist man jedoch schnell im Spiel. Das Spiel wirkt auf mich auch deswegen so "frisch", weil es selbst zu dritt oder viert nicht endlos lange dauert - selbst zu fünft oder sechst kann man es spielen.

Das Material ist toll gestaltet und so ist es eine Freude, den eigenen Weingut aufzubauen. Und wie immer denkt man ständig (spätestens am Ende der Partie): ich wollte doch noch so viel mehr machen...

UND: Durch die Tuscany-Erweiterung bekommt das Spiel nochmal (die verdiente) Komplexität hinzu und damit die volle Punktzahl. Großartige Erweiterung, unbedingt holen, wenn man bei dem Spiel ein größeres Anspruchsniveau haben will...

1
illefix
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Stern Stern Stern Stern Stern Kein Stern

Kommentar vom 04.02.2015:
Ich beurteile das Spiel für 4 Personen. Hier waren die Nutzungsmöglichkeiten gut gestreut - trotzdem konnte man seine Pläne nicht immer umsetzen.
Es wäre interessant zu erfahren, wie das Spiel mit mehr Spielern läuft...
Die Bewertung ist etwas zu hoch, aber ein Stern weniger würde der durchaus komplexen Anlage des Spiele unrecht tun. Denn besonders die thematische Umsetzung ist bestechend!

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Detailübersicht Gesamtwertung

Statistik

Detailübersicht Spieleinhalte

Strategie / Planung:
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Glücksfaktor:
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Spielerinteraktion / Verhandlung:
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Wissen / Raten / Erinnerung:
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Geschick / Schnelligkeit:
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Detailübersicht restliche Bewertungen

Komplexität:
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Qualität des Spielmaterials:
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Qualität der Anleitung:
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Preis-/Leistungsverhältnis:
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Umsetzung des Themas:
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Solo-Spielbarkeit:
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