Bewertungsstatistiken zum Spiel "Dinosaur Island"


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Kilmister
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Bewertete Version:
Dinosaur Island (2019) - Deutsch

Kommentar vom 06.03.2021:
Wir bauen uns einen Dinosaurier Erlebnispark, müssen dabei aber erstmal Dinosaurierbaupläne ergattern und dafür die passende DNS zusammenbasteln. Dinos werden künstlich hergestellt, besondere Arbeiter ("Experten") eingestellt, die Sicherheit des Parks gesteigert, besondere Laborausbauten gekauft etc. - "ganz wie Film...".

Und so ist jede Spielrunde in vier einzelne Phasen unterteilt, die sehr verschieden sind und dennoch wurde es geschafft, dass der Spielverlauf schnell klar und verinnerlicht ist. Interessant ist dabei zum einen, dass man aufpassen muss, welche(s) Vorteilskarte/plättchen oder DNS-Würfel wohl als nächstes die Mitspieler wollen, damit sie einem nicht weggeschnappt werden.

Zum anderen muss man immer wieder abwägen und ausbalancieren zwischen Parkausbau und Dinoanschaffung und gleichzeitig der Erhöhung der Sicherheit und den Vorteilskarten. So ist das Spiel recht situativ, benötigt aber eine gute Übersicht, damit man nicht entscheidene Vorteile verpasst.

Außerdem kann das Spiel recht abrupt enden, da Spielendevoraussetzungen durch Spielziele erreicht werden und man nie genau weiß, welche bzw. wie wieviele Mitspieler diese auslösen können. Und auch da muss man ausbalancieren, wo man sich die entscheidenen Siegpunkte holen kann, damit man nicht am Ende mit wenig Punkten dasteht.

Mit Erweiterung ist dieses Spiel meiner Meinung nach noch einmal deutlich interessanter - mehr Karten und Saurier, aber auch neue Module, die die Siegpunktberechnung nochmal verfeinern und ein Modul, wodurch die Parks individuelle (trashige) Fähigkeiten haben.

Für mich ist - vor allem mit der Erweiterung - Dinosaur Island wirklich was besonderes. Kein Hirnverzwirbler, wo man rundenlang versucht, seine beste Siegpunktengine aufzubauen - sondern ein trashiges Eventspiel, wo man situativ versucht, einzelne Situationen bestmöglich auszunutzen. Dazu noch zahlreiche Variationsmöglichkeiten, die jede Partie anders wirken lassen.

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Brakus71
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Kommentar vom 14.10.2019:
Review-Fazit zu „Dinosaur Island“, einem Optimierungs- und Workerplacement-Spiel.


[Fazit]
In „Dinosaur Island“ verwalten die Spieler Dino-Themenparks ganz im Stile eines ‚Jurassic Park“ (in der Anleitung findet sich auch immer wieder das lustige DNA-Männchen aus dem Original-Kinofilm^^) und sorgen mit geklonten Fleisch- und Pflanzenfressern sowie weiteren Attraktionen in Form von Fahrgeschäften für einen steten Besucherstrom. Doch Vorsicht, wenn die Sicherheit nicht hoch genug ist, können Dinos entkommen und Besucher landen auf deren Speisekarte und so muss im fortwährenden Wettstreit um den schicksten und spannendsten Park immer gut abgewägt werden in was als nächstes investiert wird.

Nach dem etwas umfangreichen Spielaufbau legen die Spieler noch fest, wie lange sie spielen möchten. Dies wird mit Hilfe von X (je nach Spieleranzahl) Auftragskarten festgelegt, welche sich in ihrer Schwierigkeit in die „Längen“: kurz, mittel und lang unterteilen. Dabei kann man dann von Spielzeiten um 70-180min. ausgehen, je nach Spielverlauf und Spielerzahl (Extremgrübleralarm!^^). Die Aufträge bestimmnen dann auch das Spielende, denn sobald nur noch ein unerfüllter Auftrag ausliegt, wird die aktuelle Runde noch zu Ende gespielt und es folgt die Endwertung, wobei der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt.

Die Spielrunden sind jeweils in 5 Phasen unterteilt, welche die Spieler mal abwechselnd, mal gleichzeitig durchführen. Die zugehörigen Spieltafeln sind gar entsprechend gekennzeichnet, so dass man immer genau weiss, was wo gerade zu tun ist. So gilt es via (unterschiedlichen) DNA-Würfeln festzulegen, welcher (fertigen) DNA-Sequenzen – zur späteren Dino-Erschaffung – man sich im Kühllager versichern will, welche Dino“baupläne“ man sich reserviert, welche (Forschungs-)Ausbauten und weiteren Attraktionen man anschaffen will, welche Experten im Park helfen sollen und/oder welche DNA-Sequenzen, sowie zugehörig auszubauenden Lagerkapazitäten, kreiert werden sollen. Am Ende einer Runde folgt immer eine „Aufräum“-Phase, welche auch die nächste Runde vorbereitet.

Geld verdienen die Spieler durch die Besucher, welche je nach Attraktionslevel des Parks mehr oder weniger angezogen werden – inkl. lästigen Rowdys, die nichts zahlen und nur Plätze belegen.
Je gefährlicher und vielzähliger die Dinos im Park, desto mehr Besucher und voraussichtlich hohe Geldeinnahmen, wenn die Besucher, aufgrund eines zu niedrigen Sicherheitslevels nicht gefressen werden, erhält der jeweilige Parkbesitzer.
Sicherer kann man mit Hilfe von Imbissbuden, Souvenirgeschäften und Achterbahnen, etc. an Geld und Siegpunkte gelangen, aber eben nicht so viel, wie mit einem Rudel T-Rex^^.

Für mehr Abwechslung im Spiel sorgen die „Varianten-Karten“, welche das Regelwerk immer ein wenig beeinflussen und den Spielern z.B. mehr Arbeiter vom Start weg erlauben oder rundenweise gratis Gehege vergeben oder nur einen Experten erlauben, u.v.a.
Zusätzlich gibt es eine gut austarierte Solo-Variante, mit der man sich alleine am Spiel messen kann.

Das Thema ist hier ganz und gar nicht aufgesetzt, es passt und macht richtig Spass…….auch wenn man nur den Kern des Spiels betrachtet, ohne die bunte Thematik, bleibt ein solides, kurzweiliges Spiel auf dem Tisch. Die vielen Komponenten sind wertig produziert und geben mit dem farbenfrohen Touch ein gewisses 80er-Gefühl wieder, was dem 90er Film zwar nicht ganz entspricht, aber dabei doch irgendwie gut aussieht^^. Die Kunststoff-Dinos und Würfelchen hätten vielleicht aus Holz sein dürfen, aber es passt schon. Die Grafiken der Karten sind sehr schick und speziell für die dt. Version darf man festhalten, dass die Übersetzung der vielen Texte sehr gelungen ist – was ja heutzutage leider nicht als Standard gilt.

Die Spieldauer ist jeweils angemessen und ebenso der Spielzugang; die Anleitung macht einen guten Job und nach einer Runde ist man schon gut „drin“ im Spiel.
Taktisch planen sollte man für die Erfüllung der Aufträge, deren Punktebelohnung man nicht unterschätzen sollte, so konnte ein gut zurückliegender Spieler am Ende mit diesen noch alle überholen! Ansonsten kann man relativ entspannt an die Optimierung seines Parks herangehen, denn ausser beim evtl. „Dino-Bauplan/Attraktion/Experte wegschnappen“ gibt es kaum Interaktion zwischen den Spielern. Glück ist auch nur bedingt im Spiel vorhanden, da man die Würfelergebnisse der DNA relativ kompensieren kann, wenn im Labor eigene DNA-Stränge gezüchtet werden und gegen die Rowdys, welche mit den Besuchern aus einem Beutel gezogen werden können, lassen sich mit dem einen oder anderen Experten gut im Griff halten.
Aber alles gibt dem Spiel einen gewissen fordernden Touch, so dass es nie zu leicht wird – zu schwer aber auch nicht^^. Die Variationen der Regeln sollte man oft einsetzen, denn sie geben dem ganzen noch etwas mehr Pfiff.
Das jeder auf seinen Plänen vor sich hintüftelt stört auch die Spannung gar nicht, denn in 2 Phasen schaut man ja doch immer gemeinsam auf die allgemeinen Spieltafeln und die dortigen Aktionen bestimmen die späteren, „multiplay-solitären“^^ doch sehr mit.

Rundum ist das Spiel wunderbar ausbalanciert, fordert auf entsprechend gewähltem „Level“ jedwede Spielerbesetzung, schaut gut aus und bringt das Dino-Flair wunderbar auch ohne überteuerte KS-Minis auf den Tisch! Wer sich also gerne mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ein nicht zu tiefgreifend schweres Planspiel sucht und sich gern länger mit den vielen Variationsmöglichkeiten auseinandersetzt, ist hier gut aufgehoben.


[Galerie: 16 Fotos]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=28384

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atlancoke
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Kufy
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Sekahedo
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Mercian
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Joern
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Detailübersicht Gesamtwertung

Statistik

Detailübersicht Spieleinhalte

Strategie / Planung:
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Glücksfaktor:
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Spielerinteraktion / Verhandlung:
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Wissen / Raten / Erinnerung:
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Geschick / Schnelligkeit:
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Detailübersicht restliche Bewertungen

Komplexität:
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Qualität des Spielmaterials:
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Qualität der Anleitung:
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Preis-/Leistungsverhältnis:
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Qualität der Miniaturen:
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Umsetzung des Themas:
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Solo-Spielbarkeit:
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Spielspaß:
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Originalität von Idee + Umsetzung:
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