Bewertungsstatistiken zum Spiel "Calico"


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Calico (2020) - Englisch

Kommentar vom 09.12.2020:
»Calico« hält, was es verspricht – ohne dieses Versprechen auszusprechen, denn es kommt auf leisen Pfoten daher. Es ist tatsächlich das, was wir uns dachten und erhofft hatten: Hier haben wir einen wohlig gemütlichen Mix aus dem Handling und dem Spielgefühl von »Azul« mit etwas mehr als einem Schuss »Patchwork«, mit Details und Formalien aus »Kingdom Builder«, den Katzen aus dem »Cottage Garden« und einer gehörigen Portion des guten alten »Take it Easy«!

»Calico«, dieses wunderschöne Optimierungs-Puzzle, ist ein kampflos friedliches Gebietsgewinn-Spiel, dessen »Gebiete« nicht mehr und nicht weniger als Stoff-Flicken sind. Und davon gleich ein praller Sack voll, nämlich 108 Stück. Ebenso prall voll mit Möglichkeiten ist »Calico« durch seine 6 Muster und 6 Farben, deren Vielfalt, Variabilität und Funktionalität sich durch die Siegpunkte generierenden Zielvorgaben der 10 Katzen, 6 Knopf-Typen und 6 möglichen Aufgaben-Plättchen schwindelerregend potenzieren. Fast ist man erleichtert, dass nur pro Partie 3 der Ziel-Katzen und pro Spieler-Tableau nur 3 der Aufgaben-Plättchen zum Einsatz kommen. Das ist wohltemperiert, wohldosiert und ausgewogen und das Regelwerk bleibt angenehm kompakt und griffig. Die 16-seitige Spielanleitung, die jeweils nur in Teilen gelesen werden muss, ist bemerkenswert beispielhaft verfasst und gestaltet. Sie bringt jeden Aspekt des Spielgeschehens sprachlich vorbildlich, knapp und unmissverständlich auf den Punkt. Großes Plus!

Für »Calico« muss man nicht Katzen-Freund sein, aber Freund von »Azul«, »Kingdom Builder« und definitiv von »Take it Easy«. Wenn zusätzlich keine schlimme Allergie gegen »Patchwork« oder gegen heimelig-haarige Kuscheligkeit am Nähkästchen attestiert werden muss, sollte einen »Calico« ohne Mühe hinterm Ofen hervorlocken können. Nein: Solche Allergien sind unbedingt zu überwinden!

Dieser dem ersten Anschein nach tollkühn wilde Flickenteppich aus krachenden Farben und filigranen Mustern entpuppt sich nämlich als ein vielschichtig forderndes, multi-dimensionales Puzzle-Rätsel mit hervorragend strukturiertem Ablauf, gediegenem Domino-Spielgefühl und einem Thema von entspannter Leichtigkeit.

Das Hantieren mit den Legestücken, die Spiel-Motorik und die Bewegungen der Spieler inklusive ihrer Versunkenheit in das eigene Ablage-Tableau gleichen in der Qualität den reduzierten Handlungen bei »Azul«. Dabei kommt die Fülle der Legeteile aus dem Beutel (oder wahlweise von verdeckten Nachzieh-Stapeln) zunächst zum Zwischenstop in eine offene Dreier-Auslage, die natürlich weniger komplex ist als das zentrale Manufaktur-Element in »Azul«. Aber sie sorgt für einen wichtigen Grad an Planbarkeit, zumal bei Zwei-Personen-Partien.

Hex-Look, modular-variabel gestaltete Zielvorgaben-Anzeiger und punktwerte Bedingungen und Konstellationen zeigen eine Nachbarschaft zu »Kingdom Builder«. Sympathisch ist, dass verwandte Effekte hier nun mit Stoffresten auf einer Decke erzielt werden, statt mit Siedlungen in Landschaften.

Auch wenn mir die Wahl meines Legestücks selbst überlassen und lediglich durch das offene Angebot eingeschränkt ist, drängt sich die Assoziation des Hex-Puzzle-Klassikers »Take it Easy« absolut und überdeutlich auf. Dort gab der auswählende Spieler das von allen anderen ebenfalls zu platzierende Teil vor. Zu denken hatten wir »lediglich« in drei Richtungen. Hier in »Calico« nun werden wir um ein Vielfaches mehrdimensionaler herausgefordert: 1. gruppieren wir die Flicken um unsere drei Zielvorgabe-Plättchen im Tableau (deren Umkreise zu allem Überfluss auch noch Schnittmengen aufweisen), 2. versuchen wir Muster gemäß der zufällig zusammengestellten Katzen-Vorgaben zu Gruppen der geforderten Mindestgröße zusammenzustellen, 3. müssen wir ebenso verfahren mit den Farben, die uns in Dreier-Gruppierungen zu wertbaren Knöpfen verhelfen. Als Steigerung ist rückseitig auf den »Cat Scoring Tiles« noch vorgesehen, die Muster zusätzlich in vorgegebenen Anordnungen abzulegen. Letztlich ist das weitere Ziel, bei Spielende je einen Knopf jeder der sechs Farben auf dem Quilt zu haben und den Regenbogen-Bonus zu kassieren, nicht zu unterschätzen.

Das ist eine Menge Holz und zusammengenommen eine harte Nuss. Man muss sich entscheiden, Prioritäten setzen und eine Strategie finden und in dieser flexibel bleiben bevor es auf dem Quilt zu eng wird. Das alles ist sportlich trotz Gemütlichkeit, aber insgesamt eingängig, leichtgängig und befriedigend – vielleicht sogar nah dran am realen Handlungsgefühl des Quiltens, wo Intuition ebenso zählt wie Planung und Entscheidung.

Wem Schneider-Sujet und Kätzchen-Kram zu beschaulich und zu leichtgewichtig sind, dem sei diese Höchstwertung ein Nadelstich!

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Bridime
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Kommentar vom 04.05.2021:
schnell erklärt, schnell los gelegt...
und dann raucht der Kopf
Das spielt macht mich verrückt, los eine Partie geht noch und diesmal läuft es besser

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Kommentar vom 15.12.2020:
Die Komplexität ist für Erwachsene normal, wir merkten schon das es einer 10jährigen da schwerer fällt bei den Musterplättchen zwischen den Bewertungen bei Muster und Farbe (oder beidem) zu differenzieren.

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Brakus71
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Kommentar vom 23.03.2021:
Review-Fazit zu „Calico“, einem knobeligen Legespiel.


[Fazit]
Bei „Calico“ gilt es einen schönen Quilt zu nähen und dazu Plättchen auf dem eigenen Quilt-Tableau so zu arrangieren, dass obendrein noch Aufgaben erfüllt werden können und möglichst bestimmte Farbgruppen und Muster berücksichtigt werden – für Extrapunkte und dem Anlocken von Katzen, die es sich dort dann gemütlich machen, ebenfalls für weitere Punkte.

Abwechselnd legen die Spieler Runde für Runde Plättchen – aus einer offenen Auslage, die immer wieder blind via Stoffbeutel nachgefüllt wird – bei sich aus und gestalten so ihren Quilt. Dabei müssen (und sollten) sie darauf achten, beim Anlegen passende Muster zueinander zu sortieren, denn nur so lassen sich die vorgegebenen (und je nach Spielvarianz verschiedenen) Aufgaben lösen, um lohnend Punkte zu machen.
Die Spieler sind sich dabei nicht im Weg, es spielt sich wie ein Multiplay-Solitär^^, aber beim Schnappen und Ziehen von Knöpfen, Katzen und Quilt-Teilen guckt schon jeder bei jedem mit und nach.
Drei zuvor gewählte Katzen werden ausgelegt und zufällig mit je zwei Musterplättchen bedacht und immer, wenn man diese Muster in vorgegebener Stückzahl bei sich aneinandergereiht ausliegen hat, gesellt sich die entsprechende Katze zum eigenen Quilt und kuschelt sich ein. Gleiches gilt ähnlich für das Erlangen von Knöpfen für den Quilt, diese erhält man für X Plättchen einer Farbe.
Das war es soweit und am Spielende werden die Punkte schön übersichtlich via Notizzettel erfasst und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

„Calico“ wirkt zunächst wie ein seichtes Legespiel, das man so nebenher spielen kann. Doch mitnichten, es muss fleissig gegrübelt werden, um den Aufgaben gerecht zu werden und auch ja alles im Blick zu behalten und den immer wieder neuen Plättchen eine passende Taktik angedeihen zu lassen. Schnell hat man sich sonst „verlegt“ und kann geplante Muster oder Farbansammlungen nicht mehr erfüllen. Konzentration ist angesagt! Dabei mag das sehr hübsche Spielmaterial auch gerne ablenken und bei den Farben und Mustern muss man auch aufpassen, um sich nicht zu „vergucken“^^.

Die Qualität ist sehr gut gelungen, die Pappteile sind allesamt sehr stabil und wertig und die Anleitung sehr gut geschrieben.
Die Kurzweil wird meist hochgehalten, wenn nicht durch Extremgrübler ausgebremst. Der Wiederspielreiz ist recht hoch, da jedes Spiel doch ziemlich anders verläuft, auch dank der verschiedenen Aufgaben. Das Glück spielt natürlich eine Rolle, denn wenn so gar kein brauchbares Plättchen in der Auslage auftauchen will, tut man sich schon schwer, den gedachten Plänen zu folgen, aber oft lässt sich durch Umstellen der Lege-Taktik doch etwas erreichen.
Insgesamt liegt hier ein dolles wie tolles Spiel vor, das gerne den Spieltisch besucht!


[Galerie: 9 Fotos]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=29915

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Kilmister
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Bewertete Version:
Calico (2021) - Deutsch

Kommentar vom 01.04.2021:
So einfache Regeln und dann grübelt man und grübelt man...

Zum Glück ist der Spielablauf so strukturiert, dass man nicht zu viele Optionen, was das Spiel auch für Einsteiger spielen lässt. Eins von zwei Puzzleteilen ins eigene Spielbrett legen, dann von drei ausliegenden Plättchen zu sich nehmen und ein neues Plättchen aufdecken.

Dabei versucht man aber auf mehreren Ebenen Siegpunktmöglichkeiten voraus zu berechnen und voraus zu schauen, dass es wie ein komplexes Puzzle wirkt. Dabei spielt auch Glück mit rein, welches Teil wann aufgedeckt wird und ob dies dann einem von Nutzen ist.

Toll ist, dass es Variationen der Siegpunktbedingungen gibt, so dass der Wiederspielwert noch größer ist.

Bei uns kommt das Spiel derzeit oft auf den Tisch - eine Partie dauert nicht so lange und kurz vor Ende denkt man sich bereits "Nochmal, dann läufts hoffentlich noch besser...".

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CollectorsPlayground
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Calico (2020) - Englisch

Kommentar vom 09.12.2020:
»Calico« hält, was es verspricht – ohne dieses Versprechen auszusprechen, denn es kommt auf leisen Pfoten daher. Es ist tatsächlich das, was wir uns dachten und erhofft hatten: Hier haben wir einen wohlig gemütlichen Mix aus dem Handling und dem Spielgefühl von »Azul« mit etwas mehr als einem Schuss »Patchwork«, mit Details und Formalien aus »Kingdom Builder«, den Katzen aus dem »Cottage Garden« und einer gehörigen Portion des guten alten »Take it Easy«!

»Calico«, dieses wunderschöne Optimierungs-Puzzle, ist ein kampflos friedliches Gebietsgewinn-Spiel, dessen »Gebiete« nicht mehr und nicht weniger als Stoff-Flicken sind. Und davon gleich ein praller Sack voll, nämlich 108 Stück. Ebenso prall voll mit Möglichkeiten ist »Calico« durch seine 6 Muster und 6 Farben, deren Vielfalt, Variabilität und Funktionalität sich durch die Siegpunkte generierenden Zielvorgaben der 10 Katzen, 6 Knopf-Typen und 6 möglichen Aufgaben-Plättchen schwindelerregend potenzieren. Fast ist man erleichtert, dass nur pro Partie 3 der Ziel-Katzen und pro Spieler-Tableau nur 3 der Aufgaben-Plättchen zum Einsatz kommen. Das ist wohltemperiert, wohldosiert und ausgewogen und das Regelwerk bleibt angenehm kompakt und griffig. Die 16-seitige Spielanleitung, die jeweils nur in Teilen gelesen werden muss, ist bemerkenswert beispielhaft verfasst und gestaltet. Sie bringt jeden Aspekt des Spielgeschehens sprachlich vorbildlich, knapp und unmissverständlich auf den Punkt. Großes Plus!

Für »Calico« muss man nicht Katzen-Freund sein, aber Freund von »Azul«, »Kingdom Builder« und definitiv von »Take it Easy«. Wenn zusätzlich keine schlimme Allergie gegen »Patchwork« oder gegen heimelig-haarige Kuscheligkeit am Nähkästchen attestiert werden muss, sollte einen »Calico« ohne Mühe hinterm Ofen hervorlocken können. Nein: Solche Allergien sind unbedingt zu überwinden!

Dieser dem ersten Anschein nach tollkühn wilde Flickenteppich aus krachenden Farben und filigranen Mustern entpuppt sich nämlich als ein vielschichtig forderndes, multi-dimensionales Puzzle-Rätsel mit hervorragend strukturiertem Ablauf, gediegenem Domino-Spielgefühl und einem Thema von entspannter Leichtigkeit.

Das Hantieren mit den Legestücken, die Spiel-Motorik und die Bewegungen der Spieler inklusive ihrer Versunkenheit in das eigene Ablage-Tableau gleichen in der Qualität den reduzierten Handlungen bei »Azul«. Dabei kommt die Fülle der Legeteile aus dem Beutel (oder wahlweise von verdeckten Nachzieh-Stapeln) zunächst zum Zwischenstop in eine offene Dreier-Auslage, die natürlich weniger komplex ist als das zentrale Manufaktur-Element in »Azul«. Aber sie sorgt für einen wichtigen Grad an Planbarkeit, zumal bei Zwei-Personen-Partien.

Hex-Look, modular-variabel gestaltete Zielvorgaben-Anzeiger und punktwerte Bedingungen und Konstellationen zeigen eine Nachbarschaft zu »Kingdom Builder«. Sympathisch ist, dass verwandte Effekte hier nun mit Stoffresten auf einer Decke erzielt werden, statt mit Siedlungen in Landschaften.

Auch wenn mir die Wahl meines Legestücks selbst überlassen und lediglich durch das offene Angebot eingeschränkt ist, drängt sich die Assoziation des Hex-Puzzle-Klassikers »Take it Easy« absolut und überdeutlich auf. Dort gab der auswählende Spieler das von allen anderen ebenfalls zu platzierende Teil vor. Zu denken hatten wir »lediglich« in drei Richtungen. Hier in »Calico« nun werden wir um ein Vielfaches mehrdimensionaler herausgefordert: 1. gruppieren wir die Flicken um unsere drei Zielvorgabe-Plättchen im Tableau (deren Umkreise zu allem Überfluss auch noch Schnittmengen aufweisen), 2. versuchen wir Muster gemäß der zufällig zusammengestellten Katzen-Vorgaben zu Gruppen der geforderten Mindestgröße zusammenzustellen, 3. müssen wir ebenso verfahren mit den Farben, die uns in Dreier-Gruppierungen zu wertbaren Knöpfen verhelfen. Als Steigerung ist rückseitig auf den »Cat Scoring Tiles« noch vorgesehen, die Muster zusätzlich in vorgegebenen Anordnungen abzulegen. Letztlich ist das weitere Ziel, bei Spielende je einen Knopf jeder der sechs Farben auf dem Quilt zu haben und den Regenbogen-Bonus zu kassieren, nicht zu unterschätzen.

Das ist eine Menge Holz und zusammengenommen eine harte Nuss. Man muss sich entscheiden, Prioritäten setzen und eine Strategie finden und in dieser flexibel bleiben bevor es auf dem Quilt zu eng wird. Das alles ist sportlich trotz Gemütlichkeit, aber insgesamt eingängig, leichtgängig und befriedigend – vielleicht sogar nah dran am realen Handlungsgefühl des Quiltens, wo Intuition ebenso zählt wie Planung und Entscheidung.

Wem Schneider-Sujet und Kätzchen-Kram zu beschaulich und zu leichtgewichtig sind, dem sei diese Höchstwertung ein Nadelstich!

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schnell erklärt, schnell los gelegt...
und dann raucht der Kopf
Das spielt macht mich verrückt, los eine Partie geht noch und diesmal läuft es besser

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Die Komplexität ist für Erwachsene normal, wir merkten schon das es einer 10jährigen da schwerer fällt bei den Musterplättchen zwischen den Bewertungen bei Muster und Farbe (oder beidem) zu differenzieren.

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Review-Fazit zu „Calico“, einem knobeligen Legespiel.


[Fazit]
Bei „Calico“ gilt es einen schönen Quilt zu nähen und dazu Plättchen auf dem eigenen Quilt-Tableau so zu arrangieren, dass obendrein noch Aufgaben erfüllt werden können und möglichst bestimmte Farbgruppen und Muster berücksichtigt werden – für Extrapunkte und dem Anlocken von Katzen, die es sich dort dann gemütlich machen, ebenfalls für weitere Punkte.

Abwechselnd legen die Spieler Runde für Runde Plättchen – aus einer offenen Auslage, die immer wieder blind via Stoffbeutel nachgefüllt wird – bei sich aus und gestalten so ihren Quilt. Dabei müssen (und sollten) sie darauf achten, beim Anlegen passende Muster zueinander zu sortieren, denn nur so lassen sich die vorgegebenen (und je nach Spielvarianz verschiedenen) Aufgaben lösen, um lohnend Punkte zu machen.
Die Spieler sind sich dabei nicht im Weg, es spielt sich wie ein Multiplay-Solitär^^, aber beim Schnappen und Ziehen von Knöpfen, Katzen und Quilt-Teilen guckt schon jeder bei jedem mit und nach.
Drei zuvor gewählte Katzen werden ausgelegt und zufällig mit je zwei Musterplättchen bedacht und immer, wenn man diese Muster in vorgegebener Stückzahl bei sich aneinandergereiht ausliegen hat, gesellt sich die entsprechende Katze zum eigenen Quilt und kuschelt sich ein. Gleiches gilt ähnlich für das Erlangen von Knöpfen für den Quilt, diese erhält man für X Plättchen einer Farbe.
Das war es soweit und am Spielende werden die Punkte schön übersichtlich via Notizzettel erfasst und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.

„Calico“ wirkt zunächst wie ein seichtes Legespiel, das man so nebenher spielen kann. Doch mitnichten, es muss fleissig gegrübelt werden, um den Aufgaben gerecht zu werden und auch ja alles im Blick zu behalten und den immer wieder neuen Plättchen eine passende Taktik angedeihen zu lassen. Schnell hat man sich sonst „verlegt“ und kann geplante Muster oder Farbansammlungen nicht mehr erfüllen. Konzentration ist angesagt! Dabei mag das sehr hübsche Spielmaterial auch gerne ablenken und bei den Farben und Mustern muss man auch aufpassen, um sich nicht zu „vergucken“^^.

Die Qualität ist sehr gut gelungen, die Pappteile sind allesamt sehr stabil und wertig und die Anleitung sehr gut geschrieben.
Die Kurzweil wird meist hochgehalten, wenn nicht durch Extremgrübler ausgebremst. Der Wiederspielreiz ist recht hoch, da jedes Spiel doch ziemlich anders verläuft, auch dank der verschiedenen Aufgaben. Das Glück spielt natürlich eine Rolle, denn wenn so gar kein brauchbares Plättchen in der Auslage auftauchen will, tut man sich schon schwer, den gedachten Plänen zu folgen, aber oft lässt sich durch Umstellen der Lege-Taktik doch etwas erreichen.
Insgesamt liegt hier ein dolles wie tolles Spiel vor, das gerne den Spieltisch besucht!


[Galerie: 9 Fotos]
http://www.heimspiele.info/HP/?p=29915

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Kilmister
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Calico (2021) - Deutsch

Kommentar vom 01.04.2021:
So einfache Regeln und dann grübelt man und grübelt man...

Zum Glück ist der Spielablauf so strukturiert, dass man nicht zu viele Optionen, was das Spiel auch für Einsteiger spielen lässt. Eins von zwei Puzzleteilen ins eigene Spielbrett legen, dann von drei ausliegenden Plättchen zu sich nehmen und ein neues Plättchen aufdecken.

Dabei versucht man aber auf mehreren Ebenen Siegpunktmöglichkeiten voraus zu berechnen und voraus zu schauen, dass es wie ein komplexes Puzzle wirkt. Dabei spielt auch Glück mit rein, welches Teil wann aufgedeckt wird und ob dies dann einem von Nutzen ist.

Toll ist, dass es Variationen der Siegpunktbedingungen gibt, so dass der Wiederspielwert noch größer ist.

Bei uns kommt das Spiel derzeit oft auf den Tisch - eine Partie dauert nicht so lange und kurz vor Ende denkt man sich bereits "Nochmal, dann läufts hoffentlich noch besser...".

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Joern
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Geschick / Schnelligkeit:
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Komplexität:
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Qualität des Spielmaterials:
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Qualität der Anleitung:
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Preis-/Leistungsverhältnis:
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Spielspaß:
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