Bewertungsstatistiken zum Spiel "Sagrada"


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Sagrada (2018) - Deutsch

Kommentar:
»Sagrada« ist optisch wahrhaft brillant: Die Fülle transparenter Würfel ist betörend, die scharf schwarz geränderte Graphik besticht, die Farbigkeit flimmert, hochglänzende Flächen treten aus mattem Grund deutlich und lebhaft hervor. Soweit darf das Thema eine derartige Darstellung erwarten lassen. Wir sind überwältigt, wie beim Besuch einer Kathedrale. Die glatt glänzenden »Fenster-Bretter« sind solide, griffig und wertig – schon allein aufgrund ihrer Funktionalität ist dies nötig: Der Einschub für die Fenster-Vorlagen erfordert mehrere Lagen Pappe. Die unwiderstehlichen Würfel – sie sind geeignet, süchtig zu machen(!) – clickern im Stoffbeutel.
Was dieses Material an Haptik bietet, lassen jedoch die Karten an Solidität und Wertigkeit vermissen: Es ist sehr schade, dass deren Graphik und Symbol- und Zeichensprache überaus unbeholfen, uneinheitlich, umständlich und uninspiriert daherkommen! Vor allem die Funktionen der Werkzeuge enttäuschen durch ihre unglückliche Symbol-Ästhetik, unterschiedliche Stile, unpassende Pfeile und komplizierte Erklärung (… hier hat sich sogar offenbar ein Fehler eingeschlichen, nämlich bei der Karte »12: Ölglasschneider«, auf der eine rote Fünf regelwidrig neben einer grünen Fünf liegt). Da ist keine Linie in der Formen-Sprache. Und das verblüfft angesichts des gesamt-ästhetischen Anspruchs und des großartigen Kirchenfenster-Themas. Die Karten fassen sich nicht gut an. Ihr »Gewicht« als Spiel-Element passt nicht zu den Fenstern. Vielleicht liegt es daran, dass die Puzzle-Vorlagenkarten zum Einschub in die Fenster-Platten dünn sein mussten und alles auf ein und denselben Druckbogen gelegt wurde.
Das unglückliche und unausgegorene Design setzt sich fort: Die Wertungsleiste wird als undeutlich, unkenntlich und unnötig filigran empfunden: Die winzigen Wertungsmarker verschwinden auf ihr. Alles andere als Papp-Plättchen wäre hier besser gewesen. Überhaupt äußern alle Teilnehmer der Spielrunde Unzufriedenheit über die unnötig »hektische«, »nervöse« Gestaltung, das Zersplitterte, übermäßig »Fraktale« und den zu kleinteiligen Farben-Rausch. Man kann das sicherlich auch anders sehen: Es ist neu und ungewöhnlich und hat den Reiz des Spröden. Eine ähnliche sakrale Design-Idee hatten die Karten von »Krieg und Frieden« (TM, 1998), allerdings mit eher beruhigender, feierlicher Wirkung. Bei Sagrada nun macht schon der Anblick des Covers schwindelig – das ist fremd und natürlich nicht partout schlecht.
– Das Spiel selbst… über jeden Zweifel erhaben! Im Spielverlauf spitzt es sich zu! Gefühlt ein Mix aus »Kingdom Builder« und »Azul« mit erhöhter Tüftel-Komponente, aber durchaus nicht störenden Grübel-Phasen. Die entstehenden Kirchenfenster sind im Ergebnis zwingender als die Kachelwände von »Azul«, weil weniger Freiheit zur Verfügung steht. Das Material »Würfel« mit Farben UND Augen bietet eine mehrdimensionalere Bau- und Lege-Herausforderung im Vergleich zu den Azul-Kacheln. Die Aufgabenstellungen indes erscheinen oft als leichtes Spiel: Etwa »Schattierungs-« bzw. Augen-Vielfalt in einer Reihe oder Spalte zu erzielen, ist ein relativ einfaches Unterfangen.
Bei allem Murren wird die Materialität von »Sagrada« zusammen mit dem bildschönen Endergebnis einer jeden Partie immer wieder von Neuem für Begeisterung sorgen.

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Kilmister
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Bewertete Version:
Sagrada (2018) - Deutsch

Kommentar:
Ein Spiel, bei dem man versucht, mit Würfeln ein Mosaikkirchenfenster zu gestalten - klingt zunächst nicht so reizvoll.

Allerdings sucht man sich zunächst eine Schablone aus, die unterschiedliche Vorgaben für die Würfel haben. Danach werden zufällig gezogene Wertungskarten gelegt, die auf verschiedene Art bestimmte Auslegekombinationen honorieren.

Außerdem gibt es zufällig gezogene Handwerkskarten, die man mit Glassteinen (= Siegpunkte am Ende für die, die man nicht dort einsetzt), womit man die Würfelergebnisse oder -lagen verändern kann.

Aus einem Beutel werden dann verschieden farbige Würfel gezogen, wobei hier der Farbanteil jedes Mal verschieden ist - noch eine Zufallskomponente. Reihum nehmen die Spieler dann nacheinander je einen Würfel und legen diese in ihr Kirchenfenster. Sind die Würfel gelegt, wandert der Startspielermarker und es werden neue Würfel gezogen, geworfen und gelegt.

Dadurch ist das Spiel zügig und man hofft immer wieder, dass die für einen selbst lukrativen Würfel nicht von einem Mitspieler vorher weggenommen werden. Ein schön gestaltetes und durchdachtes Spiel, was man durch die Zufallskomponenten immer wieder spielen kann. Wem Azul gefällt, hat hier ein ähnliches Spiel, aber mit Würfeln und verschiedenen Wertungen.

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Masterdepp
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Thorsten
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Mercian
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